
Tattoo Cartridges erklärt: Aufbau, Konfigurationen und die richtige Wahl für deine Technik
, Von Timur, 4 min Lesezeit

, Von Timur, 4 min Lesezeit
Cartridges statt klassischer Nadeln: Aufbau, RL/RS/RM-Konfigurationen, Taper-Typen und Durchmesser einfach erklärt – inklusive Praxistipps von Atmo Studio Berlin.

Neue Cartridge-Packung in der Hand, aber die Kennzeichnung sieht aus wie ein Code, den nur Eingeweihte lesen können? Damit bist du nicht allein – gerade für Artists, die von klassischen Nadeln umsteigen, ist die Cartridge-Beschriftung anfangs eine kleine Wissenschaft für sich.
Wer die Konfiguration falsch liest oder falsch wählt, merkt das oft erst mitten in der Session: zu grob für feine Linien, zu wenig Kontrolle beim Shading, oder ein Modul, das schlicht nicht zum eigenen Grip passt. Das kostet Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall die Qualität der Arbeit.
Cartridges funktionieren technisch anders als klassische Nadeln. Statt auf eine Stange gelötet zu sein, sitzt die Nadelspitze in einem geschlossenen Kunststoffmodul. Das bringt Vorteile, aber auch eine eigene „Sprache" aus Zahlen, Buchstaben und Kürzeln, die man einmal verstanden haben muss – sonst bleibt die Wahl Glückssache.
Ein Cartridge ist ein Nadelbündel in einem geschlossenen Modul, das in einen speziellen Cartridge-Grip eingesetzt wird. Dieser Grip wird auf rotierenden Maschinen mit einem Bar-Zwischenstück betrieben – bei Pen-Maschinen ist das Cartridge-System direkt integriert, ein zusätzlicher Cartridge-Grip entfällt dann. Für klassische Spulenmaschinen (Coil) sind Cartridges grundsätzlich nicht geeignet.
Die meisten modernen Cartridges besitzen eine Membran im Modul. Sie verhindert, dass Pigment oder biologisches Material zurück in Grip oder Maschine gelangt – ein wichtiger Hygienefaktor, den man beim Kauf immer im Blick haben sollte.

Die Kennzeichnung auf der Packung folgt meist diesem Muster: Durchmesser → Nadelanzahl → Lötung/Typ. Die gängigsten Nadeltypen:

Als Faustregel gilt: je kleiner der Durchmesser, desto feiner die Linie und desto geringer die Traumatisierung pro Einstich – aber auch desto langsamer der Pigmentauftrag. Für hauchdünne Linien und Arbeiten im Bereich empfindlicher Haut wählt man kleinere Durchmesser, für kräftige Konturen und flächiges Colorieren größere.
Die komplette Auswahl an Konfigurationen findest du in unserer Nadeln & Cartridges Kategorie.
Die richtige Cartridge-Wahl ist kein Rätselraten, sondern folgt der Aufgabe: Liner-Typ nach gewünschter Linienstärke, Taper nach Anwendung (Kontur vs. Fläche), Durchmesser nach Hautregion und gewünschter Heilungsqualität. Wer diese drei Parameter bewusst kombiniert statt „die eine Configuration für alles" zu nutzen, bekommt spürbar sauberere und vorhersehbarere Ergebnisse.
Genau hier setzen die Dr. Gritz SOLGRIT Cartridges an: Das transparente Gehäuse zeigt Nadel und Pigmentfluss während des gesamten Stichs, das zentrierte Nadelsystem reduziert Vibration, und die Membran sorgt für sichere, hygienische Arbeit. Für Artists, die zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln, ist die klare Kennzeichnung und breite Auswahl an Liner-, Shader- und Magnum-Varianten im SOLGRIT-Sortiment ein echter Praxisvorteil.

Passen Cartridges auf jede Tattoomaschine?
Nein. Sie funktionieren nur mit rotierenden Maschinen und einem passenden Cartridge-Grip, oder direkt mit Pen-Maschinen. Klassische Coil-Maschinen benötigen normale Nadeln.
Sind Cartridges teurer als klassische Nadeln?
Pro Stück ja, aber unter dem Strich oft günstiger – da Grip, Gummibänder, Rohre (Tubes) und mehrere Maschinen entfallen.
Wie erkenne ich beschädigte Cartridges?
Blister und Verpackung müssen unversehrt sein. Bei Beschädigung oder abgelaufenem Haltbarkeitsdatum gilt das Cartridge als unsteril und darf nicht verwendet werden.
Wer die Logik hinter RL, RS, RM und den Taper-Kürzeln einmal verstanden hat, wählt Cartridges nicht mehr nach Bauchgefühl, sondern gezielt nach Aufgabe. Schau dir die SOLGRIT Cartridges im InkyStaff Shop an und finde die passende Konfiguration für deine nächste Session.